Weiterbildung bei KMU’s

Betriebliche Weiterbildung


Die Mitarbeitenden sind das wichtigste Kapital jedes Unternehmens. Effiziente und effektive Investitionen in die Förderung und Weiterentwicklung sind deshalb ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Aufgrund des raschen technologischen und demographischen Wandels wird die strategische Wichtigkeit von Investitionen in die Weiterbildung in Zukunft weiter zunehmen.


Keine gezielte Weiterbildung in KMU’sWeiterbildung in KMU’s will geplant sein

Kaum Weiterbildungsstrategien in KMU Studien zur betrieblichen Weiterbildung in der Schweiz zeigen, dass viele Unternehmen Weiterbildung nicht oder nicht gezielt einsetzen: Mehr als ein Drittel der Schweizer KMU haben im Zeitraum von 3 Jahren in keiner Art und Weise in Weiterbildung investiert. Und nur gerade 11 Prozent der Schweizer KMU verfügen über eine Weiterbildungsstrategie. Eine weitere Problematik besteht darin, dass die Betriebe vor allem bereits gut qualifizierte Mitarbeitende fördern. Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen, dass nur jeder zehnte Mitarbeiter ohne nachobligatorische Ausbildung vom Arbeitgeber in der betrieblichen Weiterbildung unterstützt wird.


Praxistools Weiterbildung für Betriebe

Während in grossen Unternehmen zumeist professionelle Personalentwicklungsstrukturen vorhanden sind, fehlen solche in KMU weitgehend. Aktuelle Ansätze zur Förderung der betrieblichen Weiterbildung konzentrieren sich deshalb auf KMU. Eine Initiative des SVEB zielt z.B. darauf ab, mit einer zielgruppengerechten Webseite adäquate Informationen rund um das Thema «Weiterbildung in KMU» aufzuarbeiten – und damit den Zugang zum Thema Weiterbildung zu erleichtern (vgl. http://www.weiterbildung-in-kmu.ch/default.aspx?code=01). Auf politischer Ebene haben Anliegen betreffend der Förderung der betrieblichen Weiterbildung einen schweren Stand. Die Arbeitgeberseite betont die Eigenverantwortung der Betriebe und lehnt ein aktives Eingreifen von staatlicher Seite konsequent ab. Die Arbeitnehmerseite setzt sich andererseits für einen gesetzlich festgeschriebenen Weiterbildungsurlaub ein – was auf Seite des Gewerbes freilich auf wenig Gegenliebe stösst.


Weiterbildungs-Check

Als Führungskraft in einem KMU werden Sie mit einer Fülle von Aufgaben und Herausforderungen konfrontiert. Sie müssen sich mit Personal-, Finanz- oder Marketingfragen auseinandersetzen. In Ihrem Arbeitsalltag werden Sie auch immer wieder von verschiedensten Problemstellungen herausgefordert, die nach einer Lösung verlangen. Zwei interaktive Weiterbildungs-Checks auf der Online-Plattform können weiterhelfen, um herauszufinden, wie fit das Unternehmen beziehungsweise der Unternehmer ist.


Investors in People

Investors in People ist ein Leitfaden zur strategischen Personalentwicklung. Er hilft Unternehmen, die Förderung der MitarbeiterInnen zu systematisieren und an übergeordneten Zielen auszurichten.Ziel von Investors in People ist die Verbesserung der Leistung des Unternehmens durch die Nutzung des gesamten Lern- und Leistungspotenzials aller Mitarbeitenden.


Fünf Schritte führen zur Anerkennung als Investor in People:

  1. Analyse Selbsteinschätzung und/oder Bestandesaufnahme durch Externe zur Identifizierung des Handlungsbedarfs
  2. Zieldefinition Aufgrund der Analyse wird entschieden, welche konkreten Umsetzungsmassnahmen durchgeführt werden
  3. Planung und Umsetzung Durchführung notwendiger Verbesserungsmassnahmen
  4. Beurteilung Beurteilung durch einen neutralen Assessor
  5. Anerkennung Verleihung des Qualitätslabels Investor in People durch ein unabhängiges Anerkennungskomitee

Weiterbildung, Personalentwicklung in KMU’s

Personalentwicklung, Mitarbeiterförderung, betriebliche Weiterbildung, Kommunikation, Marketingwissen und Evaluation sind zentrale Themen jeder Führungsausbildung. Da gibt es die Theorie, die wunderbar daherkommt und fast jedem einleuchtet. Da gibt es aber auch die Praxis, in der Zeitdruck, Preiskampf, knappe Ressourcen und hohe Effizienz wichtige Rollen spielen.


Angebote Weiterbildung

Die Weiterbildungsangebote der Höheren Fachschule Uster und der Abteilung Weiterbildungim Bildungszentrum Uster geben Mitarbeitenden, künftigen Führungskräften und Kadermitgliedern die Möglichkeit, sich gezielt das notwendige Wissen anzueignen, das dem KMU hilft, weine Ziele möglichst effizient zu erreichen. Eine persönliche Beratung hilft, die richtige Weiterbildung anzugehen. Themen sind nebst Studiengängen aus der Technik:


Führung


Projektmanagement

  • Weiterbildung ProjektmanagementProjektmanagement ICT eidg. Fachausweis: Wichtige Aspekte des Projektmanagements kennen und anwenden lernen
  • Projektmanagement 1: Kernkompetenzen, die nötig sind um ein Projekt zu initiieren und zu starten, seine Durchführung zu managen und es erfolgreich zum Abschluss zu bringen
  • Projektmanagement 2: Für den erfolgreichen Abschluss eines Projekts ist neben guten Kenntnissen der verschiedenen PM-Methoden auch eine hohe Sozialkompetenz (Soft Skills) wichtig
  • Nachdiplomstudium Projektmanagement und Führung NDS HF: Sie erreichen Sie eine hohe praktische Kompetenz in der Projektführung. Im Kern erhalten Sie ein fundiertes Wissen wie Projekte geplant und zielorientiert geführt werden. Dazu lernen und trainieren Sie geeignet zu kommunizieren und Teams zu führen. Abgerundet wird das NDS mit den Schnittstellenthemen Marketing und Betriebswirtschaft.


Betriebswirtschaft

  • Weiterbildung BWLBetriebswirtschaft 1: Höhere Berufsbildung / klassische betriebswirtschaftliche Aspekte
  • Betriebswirtschaft 2: Höhere Berufsbildung / Rentabilität einer Anlage über einen bestimmten Betriebszeitraum bestimmen
  • Nachdiplomstudium Betriebswirtschaft NDS HF: Fragen des Marktes, der Personalführung und der Betriebswirtschaft treten vermehrt in den Vordergrund. Sie erreichen eine hohe praktische Kompetenz in der Gestaltung und Lenkung eines Unternehmens
  • Management: Dieses Modul zeigt Wege der Organisation und des Zusammenspiels der drei Aspekte in der Unternehmung auf


Marketing und Verkauf

  • Weiterbildung MarketingMarketing Betriebswirtschaft: Markt- oder Kundenorientierung sind das Fundament für den Unternehmenserfolg
  • Direktmarketing sucht die interaktive Kommunikation mit potenziellen und bestehenden Kunden, beispielsweise auf dem Postweg, via E-Mail oder Telefon.
  • E-Marketing: Online-Marketing gewinnt generell im Zeitalter von YouTube, Facebook und Twitter an Bedeutung. Immer mehr finden die Kommunikation und Promotion online statt.
  • Nachdiplomstudium Marketing und Verkauf NDS HF: Die spannende Auseinandersetzung mit Kunden und Märkten verlangt zusätzliches Wissen in Marketing und Verkauf. Sie übernehmen Verantwortung und Führungsaufgaben im Vertriebsbereich einer KMU oder eines Grossbetriebes.
  • Erfolgreich Verkaufen/Verkaufspsychologie: Sie verstehen das Verhalten der Menschen in Kaufentscheidungsprozessen und sind in der Lage, auf Gestik und Mimik verschiedener Käufertypen gezielt zu reagieren.
  • Telefonieren kann doch jeder!Erfolgreich Telefonieren: Sie sind in der Lage, verschiedene Erfolgsfaktoren umzusetzen, Ihre Stimme richtig einzusetzen und mit zielgerechter Rhetorik ein Telefonat erfolgreich abzuschliessen.



 Rolf Berger

Leiter Marketing HFU
Dozent Marketing, Verkauf, BWL, Management, Telefontraining

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